20. Januar 2026

Bei dieser Art von Arbeit ist es sehr wichtig, möglichst positiv zu denken

Unsere heutige Tour führte uns erneut durch Witten, Wetter und Hagen.

Insgesamt haben wir den Eindruck, aktuell weniger obdachlose Menschen anzutreffen als sonst. Wir hoffen sehr, dass viele von ihnen in den Notunterkünften der Städte einen Platz im Warmen gefunden haben. Ich merke immer wieder, dass es bei dieser Art von Arbeit sehr wichtig ist, möglichst positiv zu denken.

Besonders an den Hauptbahnhöfen trafen wir dennoch einige Menschen an, die sich sehr über heiße Terrinen, Kaffee oder auch einfach nur ein nettes Lächeln und jemanden zum quatschen freuten. Oft übersehen oder ignorieren wir obdachlose Menschen im Alltag, sodass kleine Gesten schon von großem Wert sind.

Während unserer Fahrt meldete sich ein junger Mann telefonisch bei uns. Er berichtete uns, dass er erst seit ein paar Tagen obdachlos sei und dringend Hilfe benötigt. Da wir bereits in anderer Richtung unterwegs waren, vereinbarten wir einen Treffpunkt auf dem Rückweg. Trotz anfänglicher Sorge, ihn später nicht mehr anzutreffen, konnten wir ihn schließlich erreichen und mit wichtigen Dingen wie Essen, einen warmem Getränk, einem Schlafsack, einer Isomatte sowie Hygieneartikeln versorgen. Er war sehr dankbar über unsere Unterstützung und hatte Tränen in den Augen, als er uns von seiner Situation berichtete.

Insgesamt verlief die Tour ruhig und am Ende bleibt die Hoffnung, dass gerade bei dieser Kälte möglichst viele einen sicheren Unterschlupf gefunden haben.

Bleibt zuversichtlich und passt gut auf euch auf sagen

Olaf und Carina

vom Team Lichtschmiede e. V.