30. März 2024

Zeit schenken

Des einen Freud, des anderen Leid.
Was für uns ein langes Osterwochenende ist, ist für die Menschen auf der Straße eine zusätzliche Herausforderung. Wie schon mal erwähnt, ist jeder Feiertag ein Tag mit wenig Spenden, und somit auch oft ein hungriger Tag. Ein Grund mehr, eine lange Tour zu fahren.
So ging es für Gudrun und mich von Haßlinghausen über Ennepetal und Hagen bis nach Wuppertal. Mit vielen bekannten Menschen konnten wir scherzen und lachen. Trotz der ernsten Umstände haben die wenigsten ihren Humor verloren. Einer von ihnen ganz besonders. Jedes Mal, wenn er uns sieht, erzählt er uns lautstark einen Witz nach dem anderen. Er hat sichtlich Spaß daran und es lockert die Atmosphäre ein wenig auf.
Es gibt aber auch traurige Momente. Zum Beispiel sprach uns die Polizei an. Sie suchten Hilfe für einen Mann, der erst seit Kurzem auf der Straße lebte. Beziehungsprobleme und Schwierigkeiten mit den Behörden brachten ihn in diese Situation. Er war vollkommen überfordert und verzweifelt. Wir sprachen sehr lange miteinander, gaben ihm Tipps und nannten Anlaufstellen. Zudem statteten wir ihn mit allerlei Nützlichen aus. So kam er satt und warm durch die Nacht.
Die Zeit verging wie im Flug, und als uns durch die Zeitumstellung noch eine Stunde „geklaut“ wurde, bereiteten wir uns auf den Feierabend vor. Es war eine lange, anstrengende, aber sehr schöne Tour.
Bis bald, Gudrun und Andreas vom Lichtschmiede e. V. Team