11. Januar 2024

Mit Einbruch der Kälte in die Nacht

Mit voll gepackten Auto ging es Richtung Hattingen und Umgebung. Yvonne und ich konnten da schon spüren, dass die Nacht alles bringen konnte nur keine warmen Temperaturen. In Hattingen angekommen fuhren wir die ersten uns bekannten Plätze an und stellten fest, dass sie wenig besetzt waren.
Wir versorgten ein bedürftigen Paar nahe der Innenstadt und versicherten uns, dass beide für die Nacht versorgt waren und mit genügend warmer Kleidung durchkommen konnten. Weiter ging es nach Hagen und direkt zum Hauptbahnhof, wo wir schon erwartet wurden. Dort waren viele neue Gesichter und wir sorgten für die Versorgung mit warmer Kleidung und präventiv mit Wechselkleidung. In den kalten Tagen, und wir bekamen es auch so wieder bestätigt, sind warme Füße und eine gute Kopfbedeckung sehr wichtig.
Wir führten Gespräche über die Möglichkeiten, für alle Personen einigermaßen durch die Nacht und die anziehende Kälte zu kommen. In Sachen Solidarität gab es nichts hinzuzufügen, da sich alle untereinander unterstützten. Nach einer warmen Mahlzeit und wärmenden Getränken verabschiedeten wir uns und fuhren weiter über die B7 Richtung Gevelsberg, Ennepetal, Schwelm und Wuppertal. Die benötigte Kleidungsversorgung und die stündlich fallenden Temperaturen zogen sich durch ganz Wuppertal und führten uns Richtung Hauptbahnhof.
Dort angekommen bot sich die gleiche Situation wie in Hagen. Wir trafen einige Menschen wieder, die wir lange nicht gesehen hatten, und unterhielten uns während der Ausgabe der Grundgüter über Politik und darüber, was in der letzten Zeit rund um Wuppertal passiert war. Trotz der Kälte wurde sehr viel gelacht. Am Ende bekamen wir noch Informationen, wo sich weitere bedürftige Personen befinden könnten. Nach gut 1,5 Stunden verabschiedeten wir uns auch am Hauptbahnhof und fuhren die neuen Plätze an, um die besagten Personen zu finden. Leider endete die Suche erfolglos. So machten wir uns auf den Weg nach Hause, das Thermometer schrieb derweil -7°C.
Meine Bitte an alle, die das lesen. Bitte haltet die Augen auf und versorgt uns mit Informationen, wo sich bedürftigen Menschen befinden. Je mehr wir über Standorte und Bedarf in Erfahrung bringen, umso besser können wir konkret helfen.
Danke euch im Voraus.
Yvonne und Tom