Manchmal können Kleinigkeiten Großes bewirken.
Wir hoffen das dies im folgendem Fall auch so ist.
Sabine und ich fuhren entlang der Wupper und besuchten unsere Freunde der Straße.
Bei einem älteren Herrn, der sich alleine etwas außerhalb aufhält, kamen wir bei Kaffee und Terrine ins Gespräch.
Auch hier hatte das Schicksal in Verbindung mit der einen oder anderen Fehlentscheidung dazu geführt, dass die Wohnung geräumt werden musste.
Hatte er doch immer ein ganz „normales“ Leben geführt, bis zu dem Tag als das Schicksal seinen Lauf nahm.
Jetzt sitzt er, mal hier, mal dort und versucht, mit der neuen Situation klar zu kommen.
Er hat sichtlich Schwierigkeiten damit.
Doch genau dort setzen wir an.
Er hat sich noch nicht aufgegeben und versucht, wieder klar zu kommen.
Selbst eine Notunterkunft, so seine Aussage, würde er gerne nehmen.
Hauptsache weg von der Straße.
Leider ist die zuständige Einrichtung, die ihm dabei helfen kann in einem anderen Stadtteil.
Da er aber Probleme beim Gehen hat, fällt ihm der Weg dorthin doppelt schwer.
Sabine und ich mussten nicht überlegen, sofort war klar was zu tun war.
Da die Einrichtung zu später Stunde nicht mehr besetzt ist, kauften wir zwei Fahrkarten, die er am nächsten Morgen dazu nutzen konnte, seinen vier Wänden näher zu kommen.
Er versprach uns, schon ganz früh am nächsten Tag in die Einrichtung zu fahren und sich Hilfe zu holen.
Wir drücken ganz fest die Daumen, dass zwei einfache Fahrkarten der Neustart in ein geregeltes Leben sein werden.
All unsere anderen Bekannten besuchten wir natürlich auch.
Wir lauschten den Neuigkeiten aus der Stadt, den Infos zu neuen Schlafplätzen und ließen uns stolz die neu gemachten Zähne einer uns bekannten Person zeigen.
Einen "Neuen" versorgten wir mit allem, was das Auto hergab, schließlich hatte er noch nichts.
Es sind aber oft auch Kleinigkeiten die die Menschen auf der Straße brauchen.
Neben den üblichen Hilfsmitteln gehört das Zuhören zu den wichtigsten Dingen überhaupt.
Sich nett unterhalten, vielleicht sogar mal eine Berührung, sind für uns normal, für die Menschen auf der Straße eher weniger.
Haltet die Augen auf und schenkt den Menschen auf der Straße ein Lächeln.
Bis bald, Sabine und Andreas vom Lichtschmiede e. V. Team