20. November 2022

Er lag einfach auf dem feuchten Asphalt und hatte nur eine dünne Decke

Hallo zusammen,
windig, nass und kalt, ist mit das Schlimmste, was den Menschen auf der Straße passieren kann. Leider war das heute am Totensonntag ab Nachmittags der Fall. Ein Grund mehr, rauszufahren und zu schauen, wo man helfen kann.
Angefangen in der Innenstadt von Hagen, danach Wuppertal Vohwinkel, Elberfeld, Barmen, Oberbarmen, Schwelm, Ennepetal und Gevelsberg schauten wir nach Menschen, die keine Möglichkeit hatten, vor diesem Wetter Schutz zu suchen. Das Auto wurde mit einer zusätzlichen Thermoskanne und extra Terrinen aufgestockt, um bei einem möglichen Ansturm auf unsere heiße Ware auch niemanden abweisen zu müssen.
Aber der Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung. Obwohl wir alle bekannten, aber auch unbekannten Plätze abgesucht hatten, fanden wir insgesamt nur sieben Personen, denen wir helfen konnten. War es bei einem nur das Gespräch, brauchte ein anderer Herr Isomatte, heißes Essen und Getränke. Er lag einfach auf dem feuchten Asphalt und hatte nur eine dünne Decke. Das wäre in einer frostigen Nacht lebensbedrohlich geworden. Zwei weitere Personen schliefen schon, waren aber sicher. Wir konnten nur hoffen, dass alle, die wir nicht trafen, einen warmen und trockenen Unterschlupf gefunden hatten.
Alles in allem für uns eine ruhige Tour, trotzdem war es schön, wieder helfen zu dürfen.
Gute Nacht, Niko und Andreas vom Lichtschmiede e. V. Team