12. Juli 2022

Heute reichte ein offenes Ohr und ein Fahrdienst, um jemandem Hoffnung zu geben

Hallo zusammen,
heute erreichte uns per Telefon ein Hilferuf. Angelo (Name geändert) wusste nicht mehr weiter. Er ist wohnungslos und alkoholkrank. Die meiste Zeit kann er bei seinen Großeltern schlafen. Leider schaft es Angelo trotz allem nicht zurück in ein Leben ohne Alkohol. Heute kam er wiederholt an einen Punkt, wo alles über ihn hereinbrach. Wir kennen ihn schon eine Weile und durften ihm auch einmal helfen. Heute erinnerte er sich daran und rief uns an. Nach einem langen Telefonat faste Angelo den Entschluss, in die geschlossene Psychiatrie zu gehen. Er selbst war sich sicher, dass dies seine einzige Chance war. Er bat uns, ihn auf diesem Weg zu begleiten.
Ohne lange zu überlegen fuhr Jan nach der Arbeit zu Angelo und seinen Großeltern, um ihn in die Einrichtung seiner Wahl zu bringen. Leider waren die Großeltern keine wirkliche Motivationshilfe. Wiederholt durfte er sich anhören, es sowieso nicht zu schaffen. Die Großeltern werden ihre Gründe haben, nicht an ihn zu glauben. Es wäre aber besser gewesen, es für sich zu behalten. Angelo war seinerseits sehr froh und dankbar, dass ihm geholfen wurde. Auf der Fahrt in die Klinik erzählte er von seinem Leben.
Für Jan war es, wie er sagte, ein sehr emotionaler Nachmittag. Ein Tag, der durch die ehrlichen Worte von Angelo noch lange in seinem Gedächtnis bleiben wird. Wie bereits gestern erwähnt, ist Alkoholsucht eine Krankheit. Heute war es für Angelo wichtig, dass ihn jemand versteht und ihn unterstützt. Hilfe kann so einfach und vielseitig sein. Heute reichte ein offenes Ohr und ein Fahrdienst, um jemandem Hoffnung zu geben. Wir drücken alle Daumen, dass Angelo seine Therapie nutzt, um wieder auf die Beine zu kommen.
Danke Jan für den spontanen Einsatz. Euer Lichtschmiede e. V. Team