10. September 2024

Hilfe hat viele Gesichter

Hallo zusammen,

Freud und Leid lagen schon immer nah beieinander. So wie die zwei Begegnungen die mir passiert sind. Fangen wir mit der "Freud" an.

Vor nicht allzu langer Zeit ging ich als Privatperson einkaufen. In der Schlange an der Kasse unterhielt ich mich mit einer Frau. Als ich anschließend meine Einkäufe im Auto verstauen wollte, kam diese Frau – ihr Name Nina – auf mich zu und sprach mich an.

"Du bist doch der Andreas von der Lichtschmiede?" fragte Nina.

Sie hatte sich schon bei unserem Jan, den sie kennt, über uns informiert. Nina gefällt, was und wie wir arbeiten, und drückte mir 50€ in die Hand.

Wow, was für eine tolle Überraschung!

Ich bedankte mich und versicherte Nina, dass das Geld genau dort angekommen wird, wo es benötigt wird: bei den obdachlosen und bedürftigen Menschen.

Nochmals herzlichen Dank, liebe Nina!

Dann gibt es aber auch noch die unschönen und nicht nachvollziehbaren Momente – in diesem Fall das "Leid".

Heute klingelte das Telefon und ein Herr bat uns, nach einem Obdachlosen zu schauen, der verprügelt und ausgeraubt worden war.

Ohne zu zögern ging es nach Ennepetal, um das Auto zu beladen und anschließend auf direktem Weg nach dem Mann zu schauen.

Alles war wie beschrieben. Etliche Kratzer im Gesicht und am Hals sowie ein blaues Auge bestätigten das Geschehen. Leider hatte der Herr auch starke Kopfschmerzen – vielleicht eine Gehirnerschütterung.

Um auf Nummer sicher zu gehen, wollte er sich ins Krankenhaus begeben.

Ein gute Entscheidung.

Dafür bekam er von uns quasi einmal alles: angefangen bei einer heißen Mahlzeit und etwas zu trinken über einen großen Rucksack bis hinzu Hygieneartikeln, frischen Socken, Unterwäsche und einigen T-Shirts.

Sprachlos und sehr dankbar schaute er auf den Rucksack.

So lagen auch für ihn Freud und Leid nah beieinander.

Was immer einen Menschen dazu antreibt, jemanden, der sich kaum wehren kann, zu verprügeln und auszurauben, werden wir wohl nie beantworten können.

Sicher ist nur, dass wir für den Hinweis, nach dem Herrn zu schauen, sehr dankbar sind.

Passt auf Euch auf

Andreas