Was freue ich mich, heute als Gast von unserer Tour berichten zu dürfen.
Die aufsuchende Obdachlosenarbeit ist mir nicht fremd.
Ganz im Gegenteil, ich liebe sie und habe sie schmerzlich vermisst in der Zeit, in der es mir nicht möglich war, sie auszuüben.
Umso mehr freute ich mich, dass Andreas von der Lichtschmiede mich heute einmal spontan zum gegenseitigen Beschnuppern eingeladen hat und das so, dass mir das Herz aufging: bei einem Einsatz.
Wir trafen uns, um gemeinsam Georg aus Hohenlimburg aufzusuchen.
Allerdings ist manchmal in der Kommunikation einfach der Wurm drin.
So entpuppte sich Georg aus Hohenlimburg als Hans aus Barmen und plötzlich war die Tour viel länger als geplant.
Andreas und ich ließen es uns auch nicht nehmen, im Westhofener Kreuz gepflegt in die falsche Richtung zu fahren.
Gott sei Dank fiel uns das noch vor Cuxhaven auf!
Mit etwas Verzögerung also kamen wir in Wuppertal an und konnten Hans mit allem versorgen.
Mit dem, was er materiell benötigte und dem, was einfach der Seele gut tat.
Denn das Licht, das eine Licht-Schmiede stiftet, das sind nicht nur ein paar Schuhe oder eine neue Hose.
Auch nicht die warme Mahlzeit oder ein leckerer Cappuccino.
Dieses Licht, das ist auch ein Lächeln, ein Handschlag und die Tatsache, dass alles schon zusammen gepackt in einem tollen Rucksack auf den neuen Besitzer wartet.
Denn damit zeigen wir: Du bist uns wichtig, wir hören Dir zu und bereiten uns vor, um DEINEN Bedürfnissen Raum zu geben.
Ich habe den Nachmittag sehr genossen und freue mich darauf, jetzt wieder auf der Straße meine Unterstützung und mein Herzblut anzubieten und weiterhin die Lichtschmiede und ihre guten Seelen näher kennenzulernen.
Es kann einfach nur gut werden.
Kathrin