28. April 2023

Da sah Sabine plötzlich eine Hand von weitem

Am Freitag startete unser Tag im Team schon früh.
Andreas ging einkaufen, um den Kofferraum des Lichtschmiede-Autos wieder mit neuen Terrinen, Kaffee, Wasser, Schorlen und Süßigkeiten zu füllen. Ich, Miriam, ging für einige Mädels auf der Strasse shoppen. Dank meiner lieben Patientin Melanie, die uns mit einer Spende für die Frauen unterstützt hat, konnte ich echt schöne Sachen kaufen. Herzlichen Dank.
Auch herzlichen Dank an Christine, die uns im Wert von 80 Euro Telefon-Prepaid-Karten gespendet hat.
Am Abend holte ich dann Sabine ab und auf ging es nach Hagen.
Dort machten wir halt am Hauptbahnhof, wo wir gleich 4 Bedürftige versorgten. Ins Auto und weiter durch die Innenstadt geschwoft, an allen möglichen Stellen auch mal zu Fuß Ausschau nach Personen gehalten, die unser Hilfe brauchen könnten. Weitere Obdachlose besuchten wir in Eilpe und Selbecke, die sich sichtlich freuten, uns zu sehen und uns informierten, was noch benötigt wird.
Als wir in Hagen keinen mehr antrafen und es auch schon 22:30 Uhr war, ging es über die Bahn schnell nach Wuppertal, wo wir uns mit einer Dame zur Übergabe von Kleidung, die benötigt wurde, verabredet hatten. Am Standpunkt angekommen warteten wir und schauten uns natürlich um. Da sah Sabine plötzlich eine Hand von weitem. Liegt da jemand? Ja! Als wir nachschauten, lag dort ein für uns neuer obdachloser Herr, den wir versorgten. Außerdem konnten wir ihm den Weg zur Notunterkunft beschreiben, in die er wollte. Dann kam die Dame, mit der wir verabredet waren und ein uns bekannter Herr und wir hörten einfach nur zu, was sie ins mitteilen wollten.
Am Hauptbahnhof, in der Stadt wie auch in den vielen Vororten trafen wir in dieser Nacht sehr viele Menschen ohne Bleibe. Wir halfen mit Isomatten, Schlafsäcken, Hygieneartikeln und natürlich mit Essen und Getränken und vielen Süßigkeiten. Bei Kaffee oder Tee erzählten sie uns wie es ihnen ging. Teilweise saßen sie einfach im Regen und wir standen dabei und versorgten, hörten zu und machten uns Gedanken wie wir helfen können.
Bis 3 Uhr morgens waren 6,8 Liter Wasser in Kaffee, Tee oder Terrinen geflossen. Schlafsäcke und Isomatten, Süßigkeiten und Apfelschorlen waren aus. Dann fuhren wir nach Hause. Zufrieden, dass wir so vielen Menschen helfen konnten.
Gute Nacht, Sabine und Miriam vom Lichtschmiede e. V.