Wir hatten heute eine kleinere Tour geplant, die aber Wuppertal mit den uns bekannten Stellen abdecken sollte.
Ich holte Sabine in Vohwinkel ab und wir starteten direkt Richtung Bahnhof, der zu dieser Uhrzeit sehr belebt war.
Die Verabredung, die wir da hatten, war auch schon da und erwartete uns.
Wir versorgten den jungen Herren mit Suppe, Süßwaren, Bekleidung und Getränken und tauschten uns aus.
Wir bekamen jede Menge Informationen, die uns für Wuppertal sehr zu gute kamen, da einige bedürftige Personen ihren Standort und Nachplatz gewechselt hatten.
Das ist für uns als Verein immer eine Grundvoraussetzung, um weiter helfen zu können.
Wir nahmen auf, was der junge Mann noch für das nächste Mal brauchte und verabschiedeten uns, nachdem wir noch ein paar Minuten Smalltalk hielten.
Von da aus ging es weiter zur Wupper ans Ufer, da sich dort auch immer wieder Personen aufhalten, die versorgt werden müssen.
Wir hatten an dem sonnigen Abend da leider keinen Erfolg, da viele um diese Uhrzeit noch unterwegs sind und versuchen, noch ein paar Euros oder etwas zu essen zu besorgen.
Also auf nach Elberfeld, wo wir einige Verabredung hatten.
Als wir die B7 entlang zum ersten Ort fuhren, wurden wir auch schon erwartet.
Kaffee, Suppen, Getränke und Hygieneartikel wurden dort dankend angenommen.
Wir redeten über alles, was in den letzten Tagen in dem Bereich vorgefallen war und sahen auch schon bei unserer Ankunft, dass die Stadt Wuppertal an einer wildbewachsenen Stelle alles an Pflanzen entfernt hatte, was giftig war.
Die Personen die sich in diesem Bereich aufhalten, waren darüber sehr dankbar, da der Zustand bis dahin schon sehr grenzwertig war.
Dort nahmen wir auch die Bedürfnisse auf, die bei unserer nächsten Ankunft benötigt werden.
Wir redeten mit einer bedürftigen Frau, die derzeit auf einem guten Weg ist, einen festen Wohnsitz zu beziehen und einigten uns darauf, in Kontakt zu bleiben, um bei Amtsgängen zu unterstützen.
Schließlich verabschiedeten wir uns und fuhren weiter zum Hauptbahnhof, wo wir auch direkt Kontakt hatten.
Wir trafen alte Bekannte und starteten mit Suppen und Kaffee sowie Süßwaren.
Parallel dazu schauten wir auch in den Nebenstraßen am Hauptbahnhof, da sich in den letzten Tagen auch dort Personen eingerichtet haben, um ihr Hab und Gut besser lagern zu können.
Wir trafen dort auf einen Mann, der tief und feste schlief.
Sabine sagte mir, dass sie schon mit ihm gesprochen hatte und er von einer Reise wiedergekommen ist.
Wir ließen den Mann natürlich schlafen und machten uns weiter auf den Weg in die Innenstadt.
Dort trafen wir an einigen Stellen neue und alte Bekannte, die wir versorgten.
Die größten Bedürfnisse waren wie immer Wasser, Bekleidung und warme Nahrung.
Alles in allem war es ein ruhiger Abend und die Tropenluft setzte auch augenscheinlich allen zu.
Wir stellten an diesem Abend wieder fest, dass auf der Straße immer wieder auch Ärzte fehlen, die ehrenamtlich mal nach Verletzungen der Bedürftigen schauen, um Schlimmeres zu vermeiden.
Die Dunkelziffer der Personen auf der Straße, die keine Krankenversicherung haben, ist erschreckend hoch – unabhängig davon, warum ein Mensch in so eine Situation gekommen ist.
Bei allen Eindrücken darf nicht vergessen werden, dass dort alle Personen ihre eigene Geschichte und Leidensweg haben.
Wir beendeten die Tour und stellten eine Liste der zu besorgenden Waren zusammen.
Tom