06. Januar 2023

Das änderten wir zur Freude dieses Herrn umgehend mit einem Winterschlafsack

Hallo zusammen,
es geht wieder aufwärts. Heute konnten wir wieder eine große Tour fahren.
Verabredet hatte ich mich mit Michael von "Niederwenigern hilft" und Jan, der aber erst nach seiner Spätschicht mit einsteigen konnte. Darum fuhren Michael und ich als erstes nach Hagen. Dort angekommen warteten schon zwei unserer Bekannten auf uns. Bei ihnen hatten wir uns telefonisch angekündigt. So wussten wir direkt, wo wir sie finden.
Michael hatte lecker gekocht und wieder schien es zu schmecken. Ein Nachschlag, Nachtisch in Form von Yoghurt, Süßem und Getränken wurden auch gerne genommen. Dann ging es zum Hauptbahnhof. Hier trafen wir auch auf eine Handvoll Personen, die wir mit allem versorgen konnten. Nach ein wenig Plausch holten wir noch Jan ab.
Jetzt ging es nach Wuppertal. Von Vohwinkel bis Oberbarmen hielten wir an allen uns bekannten Stellen und verteilten, was benötigt wurde. Ein Herr lag in einem dünnen Schlafsack, der wie er selbst erklärte, der Kälte nicht wirklich stand hält. Das änderten wir zur Freude dieses Herrn umgehend mit einem Winterschlafsack. Nun friert er nicht mehr.
Irgendwann hatten wir in Wuppertal nichts mehr zu tun, also machten uns auf den Weg nach Bochum. Hier gab es, obwohl es schon später war, einiges zu tun. Schlafsäcke, Essen, Getränke, Rucksäcke, Isomatten und Süßes wurden auch hier gebraucht. Besonders beeindruckt hat uns ein Gespräch mit einem Rollstuhlfahrer. Kein Obdachloser, aber er hat dort einen Bekannten, nach dem er bei Gelegenheit schaut. Andi (Name geändert) hatte vor 10 Jahren einen Unfall. Nicht ganz unschuldig an seiner Situation, musste er zwei Jahre im Krankenhaus verbringen. Die Art und Weise, wie er aber sein Schicksal akzeptiert und was er alles nebenher ertragen musste, ließ uns staunend zurück.
Wir sind immer wieder überrascht, wie viele persönliche Dinge uns anvertraut werden. Das freut uns sehr. Aber auch in Bochum war für uns mal Feierabend. Da wir aber noch fit waren, fuhren wir über Langendreer nach Witten. Von dort nach Wetter und nach Herdecke. Zu guter Letzt fuhren wir nochmal durch Hagen, wo aber schon alles schlief. Da es mittlerweile schon verdammt spät war, beendeten wir die Tour und fuhren heim.
Gute Nacht, Michael, Jan und Andreas