29. September 2022

Die ersten Winterschlafsäcke gehen raus

Guten Morgen, hier nun der Bericht von Donnerstag, 29.09.
Heute durfte ich mit Michael von "Niederwenigern hilft" auf Tour gehen. Michael hatte für unsere Schützlinge einen mexikanischen Eintopf gekocht.
Mit dem Eintopf, Kaltgetränken, Kaffee, Tee, Süßigkeiten, Schlafsäcken uvm. starteten wir unsere Tour in Bochum. Dort erwarteten uns bereits etliche Bedürftige, die sich auf die angebotene Hilfe freuten. Natürlich kam der heiße Eintopf wieder sehr gut an, aber auch andere Dinge wurden gerne entgegen genommen. Ebenso wurden wieder Gespräche über aktuelle Sorgen und Nöte geführt. Auch die Möglichkeit solche Gespräche mit uns zu führen, wird von den Menschen gern angenommen.
Im Anschluss an Bochum stand Witten auf dem Plan. Da uns ein Hilferuf aus Gevelsberg erreichte, änderten wir selbstverständlich die Route und fuhren nach Gevelsberg.
In Gevelsberg angekommen konnten wir allerdings niemanden auffinden. Trotz Suche in der Umgebung des angegebenen Ortes konnten wir niemanden finden.
Unverrichteter Dinge machten wir uns auf den Weg nach Hagen. Dort hatten wir uns mit einer uns bekannten Person verabredet, die nun eine Wohnung bekommen hat, aber natürlich bei Null anfängt. Wir haben dem Herrn zum Anfang Bettwäsche usw. gebracht. Weitere Dinge zur Ausstattung der Wohnung wurden besprochen und werden von "Niederwenigern hilft" und Lichtschmiede e.V. nach und nach für ihn besorgt.
Einmal in Hagen angekommen, fuhren wir selbstverständlich weitere Stellen an und trafen noch mehr hilfsbedürftige Menschen an, die allesamt von uns versorgt wurden. An einem Brennpunkt trafen wir neben uns seit langem bekannte Menschen auch drei uns bisher nicht bekannte Personen an. Alle wurden von uns mit einer warmen Mahlzeit sowie weiteren Dingen versorgt. Auch wechselte der erste Winterschlafsack den Besitzer.
Einer der drei uns bisher unbekannten freute sich darüber, mit uns ein langes Gespräch führen zu können. Ihm fehlte es an eigentlich allem, was das Leben auf der Straße erträglicher machen würde. Seine Kleidung wies „starke Gebrauchsspuren“ auf und wir versprachen, ihm neue und vor allem der Jahreszeit entsprechende Kleidung zu bringen. Alle drei wünschten sich einen Winterschlafsack und eine Isomatte. Natürlich kommen wir diesem Wunsch nach.
Zu guter Letzt machten wir uns auf den Weg nach Wuppertal. Hier hatten wir jemandem einen neuen Winterschlafsack versprochen. Leider trafen wir ihn nicht an und legten den Schlafsack in sein Zelt. Dem einen oder anderen konnten wir hier noch mit einer warmen Mahlzeit helfen. Dann fuhren wir noch weitere Punkte in Wuppertal an, trafen aber auf keine weiteren Personen. Feierabend für heute.
Bleibt anzumerken, dass die Anzahl der Bedürftigen immer größer wird und die Form der benötigten Hilfe immer umfangreicher. Der Bedarf an Gesprächen steigt ebenso.
Wenn auch ihr und bei unserer Tätigkeit unterstützen möchtet, dann freuen wir uns auf eure Nachricht.
Liebe Grüße von der Straße, Michael von "Niederwenigern hilft" und Thorsten.