Hallo zusammen,
auf der heutigen Tour begleitete mich Heike.
Vorher musste ich allerdings noch einkaufen.
Man weiß ja nie, was gebraucht bzw. gewünscht wird.
Zum Beispiel darf nicht jeder alles essen.
Darum versuchen wir immer, eine große Auswahl an Terrinen dabei zu haben.
Wir starteten in Wuppertal Vohwinkel und trafen direkt auf zwei alte Bekannte.
Es ist immer wieder schön, wie freudig wir begrüßt werden.
So macht es gleich noch mehr Spaß.
Nachdem Essen und Getränke überreicht waren, blieb noch Zeit für etwas Smalltalk.
Aber weil wir heute noch einiges vorhatten, blieben wir mal nicht ganz so lange.
Auf dem Weg in einen weiteren Stadtteil fiel Heike ein einsamer Mann auf, der auf einer Treppe saß.
Ein neues Gesicht.
Er erzählte uns von seinen Problemen mit den Behörden und dass er vermutlich bald auch obdachlos sei.
Auch er nahm verdutzt Essen und Getränke an.
Zuerst wollte er nämlich ablehnen, da er im Glauben war, bezahlen zu müssen.
Als wir erklärten, kein Geld zu wollen, fing er an zu strahlen.
In Elberfeld trafen wir drei Personen an.
Hungrig und durstig waren sie alle.
Nicht für jeden reichte eine Terrine.
Thermobecher und Süßes wurden auch dankend angenommen.
Ab morgen 12 Uhr, erfuhren wir, ist es ein Obdachloser weniger.
Da bekommt er endlich den Schlüssel für seine neue Wohnung.
Wir drücken die Daumen, dass alles so klappt, wie er es sich vorstellt.
In Barmen trafen wir auf einen Mann, der schlafend am Rande der Fuzo auf den Steinen lag.
Er nahm neben Essen und Apfelschorle mit strahlenden Augen auch noch einen Schlafsack an.
Entlang der B7 fanden wir dieses Mal niemanden mehr.
Angekommen in Gevelsberg trafen wir auf drei Bekannte.
Nachdem hier alle gesättigt waren, fuhren wir kurz bei mir vorbei und holten nochmals heißes Wasser.
Irgendwie ging es heute fix weg.
Jetzt ging es weiter nach Hagen.
Am Hauptbahnhof kam man direkt, als man uns erkannte, auf uns zu.
Hier gab es gleich vier Personen zu versorgen.
Der Anblick, dass Menschen im Dreck schlafen, ist immer wieder schockierend.
Daran werden wir uns nie gewöhnen.
Weitere bekannte Plätze in Hagen waren leer.
Genau wie die Fuzo von Hagen, die wir zum Schluß noch komplett abgesucht hatten.
Wieder ein paar mehr, die heute schlafen ohne zu frieren, oder dass ihnen der Hunger das Einschlafen erschwert.
Vielleicht schlafen sie auch einfach nur besser, weil sie sich bewusst sind, dass es Menschen gibt, denen sie nicht egal sind.
Genau das ist und war unser Ziel.
Gute Nacht, Heike und Andreas vom Lichtschmiede e. V. Team