Gestern trafen Kerstin und ich uns am frühen Abend in Wuppertal Langerfeld.
Von dort aus fuhren wir nach Barmen, wo wir uns zu Fuß in die Fußgängerzone aufmachten.
Hier gingen wir von Laden zu Laden, um Löffel zu finden, die uns ausgegangen waren.
Es gibt kaum noch Geschäfte mit Einweglöffeln, mussten wir feststellen.
Es gestaltete sich schwieriger als gedacht.
Ein paar wenige haben wir dann bekommen und so schauten wir uns in Barmen lieber nach bedürftigen oder hilfesuchenden Menschen um.
Immer wieder wurden wir von netten Menschen auf unsere T-Shirts angesprochen oder, weil es wohl offensichtlich war, "was sucht ihr?"
So bekamen wir von Anwohnern ein paar gute Tipps, wo sich wohnungslose Menschen aufhalten würden.
Danke an dieser Stelle für die Hilfe.
Weiter fuhren wir dann nach Elberfeld.
Dort suchten wir uns einen Parkplatz, packten Taschen mit kühlen Getränken, Essen, Thermoskannen u.v.m. und spazierten suchend durch die Fußgängerzone.
Kurze Zeit später trafen wir auf einen bekannten Obdachlosen, der dringend Batterien benötigte.
Da die Geschäfte noch auf waren, kauften wie ihm welche.
Auch hier fragten wir natürlich nach Löffeln. Die Antwort der Verkäuferin war: "die hat alle jemand aufgekauft, keine mehr da".
Aber der Wohnungslose war sehr glücklich, denn so hat er wenigstens Batterien, um zum Beispiel nachts Licht zu machen.
Kurz darauf trafen wir einige weitere Obdachlose, die wir mit kühlen Getränken versorgten.
Am Bahnhof trafen wir auf eine nette, junge obdachlose Frau, die sehr froh über eine Suppe, etwas Süßes und kühle Getränke war.
Sie erzählte uns, was sie wirklich benötigte und wir versprachen ihr, mit den Dingen noch diese Woche wieder zu kommen.
Dann gingen wir weiter und trafen auf einen uns bekannten Menschen, den wir als erstes mit Kaffee versorgten.
Er erzählte uns von seinen Sorgen und Nöten und gemeinsam überlegten wir, wie wir helfen konnten, etwas zu transportieren.
Doch da viel mir ein, dass ich noch eine kleine transportable Sackkarre im Auto hatte und diese schenkte ich ihm.
Damit hatte sich schon mal einen Teil seines Problems gelöst.
Und er strahlte förmlich.
Hier und da schauten wir noch an uns bekannten Stellen und dann fuhren wir mit dem Auto weiter nach Vohwinkel.
Dort lief uns ein Obdachloser über den Weg, der sich herzlich bedankte und sich sichtlich über eine Apfelschorle freute.
Kurz hielten wir bei Kaufland an und suchten nach geeigneten Löffeln.
Als wir grade schon aufgeben wollten, fand Kerstin die geeigneten Löffel.
Juchu! Gekauft!
Endlich Löffel, auf die auch Suppe drauf geht, mit Mulde und die nicht nur nach Holz schmecken.
Auf ging es zum Bahnhof Vohwinkel.
Leider trafen wir da heute niemanden an.
Mit offenen Blick fuhren wir dann noch einmal kreuz und quer durch Wuppertal und danach ab nach Hause, um zu schlafen.
Behütet sollen all die Menschen dort draußen sein und wir hoffen sie hatten eine ruhige Nacht.
Bleibt gesund! Kerstin und Miriam