05. März 2022

Ein Baum hatte sein Zelt zerstört.

Hallo zusammen,
heute fuhren Kerstin und ich als erstes zu einem Hilferuf. Ein obdachloser Mann rief uns an und erklärte, dass er dringend Hilfe brauchte.
Am ausgemachten Treffpunkt erwartete uns der Herr. Er erzählte uns, dass er und seine Freundin sich getrennt hatten und er seit einigen Tagen auf der Straße lebt. Leider wurde er in der Nacht zum Donnerstag im Schlaf bestohlen. Alles, bis auf die Kleidung, die er am Leib trug, wurde entwendet. Er war sehr verzweifelt und wusste nicht weiter, als ihm eine uns bekannte Obdachlose unsere Nummer gab. Von uns bekam er erst einmal eine Grundausstattung. Von der Zahnbürste über Kleidung bis zur Isomatte und Schlafsack, alles packten wir in einen Rucksack. Während er sich mit einem Kaffee und einer Suppe aufwärmte, führten wir zwei Telefonate um eine Unterkunft zu finden. Wir konnten ihm dann später Anlaufstellen nennen. In der Hoffnung, dass er am nächsten Tag eine Unterkunft fand, verabschiedeten wir uns von ihm, aber auch mit dem Wissen, dass er für den Notfall unsere Telefonnummer kennt.
Ein anderer Obdachloser hatte bei dem Sturm seine Unterkunft verloren. Ein Baum hatte sein Zelt zerstört. Zum Glück war er zu dem Zeitpunkt nicht vor Ort. Auch hier gab es für ihn und seinen Kollegen erst einmal etwas Warmes zu essen und zu trinken, dazu gab es ein neues Zelt.
Unsere Tour ging heute durch Schwelm, Ennepetal, Gevelsberg und Hagen. In jeder dieser Städte gibt es Plätze, die wir regelmäßig kontrollieren. Mal trifft man mehr, mal weniger bedürftige Menschen. So oder so war es ein guter Abend, an dem wir helfen durften.
Danach ging es wieder nach Hause.
Gute Nacht, euer Lichtschmiede e. V. Team