Hallo zusammen,
ja ist denn schon wieder Ostern?
Natürlich nicht, aber wir hatten heute trotzdem reichlich gekochte Eier dabei.
So konnten wir zu den Terrinen auch noch ein kleines Extra verteilen.
Dieses kam auch sehr gut an und wird die Tage wiederholt.
Danke Carmen für die Unterstützung.
Heute fuhren Niko und ich erst einmal nach Wuppertal, von dort nach Witten und danach folgten Ennepetal und Sprockhövel.
Ein bisschen viel hin und her, aber wir wollten in Witten ein Versprechen einlösen.
Wie schon erwähnt, ist es sehr wichtig, sein Wort zu halten.
Leider war der Herr heute nicht auffindbar.
Selbst sein Kollege, mit dem er die Zeit verbringt, wusste nicht, wo er sich aufhalten könnte.
Der Herr wünschte sich ein Telefon.
So bescheiden, wie die Menschen auf der Straße nun mal sind, sollte es auch nicht neu sein.
Ein altes gebrauchtes Telefon, sagte er, nur damit er seine Familie, die in einem anderen Land lebt, zwischendurch mal anrufen kann.
Mehr wollte er nicht.
Er hatte leider erfahren müssen, dass ein naher Verwandter verstorben war.
Nun wollte er sich gerne öfter bei seiner Familie melden.
Da so ziemlich jeder ein ungenutztes Handy in der Ecke hat, war dies ein leicht zu erfüllender Wunsch.
Nur leider nicht heute....
Nun gut, aber versprochen ist versprochen, wir bleiben dran.
An anderer Stelle trafen wir Paul (Name geändert).
Er kam erst vor kurzem wieder zurück, hier in seine Heimat, den Ennepe-Ruhr-Kreis.
Nun kann er, zum Glück, hin und wieder bei einem Freund schlafen.
Leider aber nicht immer.
Laut eigener Aussage sind alle Anträge bei den Behörden gestellt, doch irgendwie zieht es sich wie Kaugummi.
Klar, wenn man zwischen den Stühlen sitzt, können sich Tage anfühlen wie Wochen.
Aber auch hier schauen wir bald wieder nach und werden ihn bei Bedarf unterstützen.
Eine weiteres neues Gesicht gehörte zu Tina (Name geändert).
Tina lebt auch schon viel zu lange auf der Straße.
Bis dato für uns unsichtbar.
Sie brauchte neben dem Essen auch einen Schlafsack und eine Campinglampe.
Jetzt, da wir wissen, wo wir Tina finden, werden wir immer mal wieder nach dem Rechten sehen.
Weitere bekannte Gesichter freuten sich heute wieder uns zu sehen. Der Eine in der Stadt, ein Anderer im Wald, der Nächste unter einer Brücke, jeder dort wo er sich sein kleines Heim geschaffen hat.
Manche wollten nur was Süßes, andere wiederum fragten gleich nach zwei Terrinen, was für uns aber auch kein Problem ist.
Wir versuchen, allen gerecht zu werden.
Es waren heute gar nicht so viele Menschen, aber die Zeit verging wie im Flug.
Nachdem ich Niko zu Hause abgesetzt hatte, drehte ich noch eine Runde durch Gevelsberg.
Hier war es aber auch aufgrund der Zeit sehr ruhig.
Jetzt geht es ins Bett...
Gute Nacht, Niko und Andreas vom Lichtschmiede e. V. Team