Das Team der Lichtschmiede e. V. besteht ausschließlich aus ehrenamtlichen Mitgliedern.
Auch wenn die Lichtschmiede e. V. ein Gevelsberger Verein ist, sind wir doch ein bunter Mix aus den umliegenden Städten.
Und das ist bei unserer Arbeit auf den Straßen ein wirklich unschätzbarer Vorteil.
Denn egal, ob wir in den Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises, Hagen oder Wuppertal unterwegs sind, nur so können wir sicherstellen, dass kein bedürftiger Mensch übersehen wird und alle möglichen Aufenthaltsorte von Obdachlosen aufgesucht werden.
Grundvoraussetzung für die Arbeit in unserem Straßenteam ist Empathie, mentale Stärke und die Fähigkeit, das was auf der Straße passiert, auch auf der Straße zu lassen.
Wir sind keine Einzelkämpfer, es ist die Arbeit als Team, die uns so stark macht und deshalb ist es so wichtig, dass man das Teamwork auch richtig leben kann.
Obdachlosigkeit bedeutet, sich jeden Tag dem Kampf ums Überleben zu stellen.
Wir – als ehrenamtliche Mitarbeiter von Lichtschmiede e. V. – haben zum großen Teil bereits Erfahrungen in der Straßenarbeit sammeln dürfen.
Gemeinsam möchten wir im Ennepe–Ruhr–Kreis sowie seinem Umfeld – insbesondere Hagen und Wuppertal – die Obdachlosen über das ganze Jahr hinweg betreuen und ganz besonders in den bitterkalten Nächten des Winters zumindest ein wenig Linderung verschaffen.
Schlafsäcke für Sommer oder Winter, Isomatten, Hygieneutensilien, etwas Warmes für das Bauchwohlbefinden – die Liste kann unendlich fortgeführt werden – sind erst einmal die wichtigsten Dinge, mit denen wir helfen, die harten Nächte erträglicher zu machen.
Doch wir möchten einen Schritt weiter gehen: Obdachlose, die ihrer Ausweglosigkeit mit Unterstützung offizieller Stellen die Stirn bieten und herauswollen aus der existenzbedrohenden Situation, möchten wir begleiten.
Hilfe anbieten in Form von Beschaffung der Kontaktdaten von Ansprechpartnern bei Behörden, Begleitung bei Amtsgängen, Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen, Suche einer Wohnung – und auch hier kann die Liste unendlich fortgeführt werden.
Hilfe, die ankommt!
Bedürftig zu sein - was heißt das überhaupt?
Für uns heißt es, dass es Familien und Alleinerziehende gibt, die mit ihrem Geld, das sie verdienen, nicht den Monat bestreiten können.
Vielleicht reicht es soeben für die Grundbedürfnisse, kommt jedoch eine unvorhergesehene Ausgabe dazu, erleben viele Familien und Alleinerziehende bittere Not – häufig gepaart mit tiefer Scham.
Lichtschmiede sieht hier im Ennepe–Ruhr–Kreis und auch in Hagen und Wuppertal nur die Not und bietet in schweren Situationen Hilfe an.
Sei es ein Einkauf, um den Kühlschrank zu füllen, sei es ein Bett, weil das alte zusammengebrochen ist, sei es ein defektes Elektrogerät, ohne das ein Haushalt nicht funktioniert, oder einfach nur ein Geburtstagsgeschenk für die Kleinen, weil das Geld auch dazu nicht mehr reichen würde.
Alles, was gemacht werden muss, ist uns anrufen!
Hilfe, die ankommt!
Wuppertal- Tour am 17.04.26
Endlich mal ein milder Frühlingsabend.
Wir konnten die Winter-Vereinsjacken mit dem Lichtschmiedelogo eintauschen gegen die entsprechenden Sommerjacken.
Auch auf der Straße verteilten wir an diesem Abend jede Menge T-Shirts.
Dicke Jacken und Pullover sind passé...und endlich wieder mehr Platz auf der Rückbank!
Heute konnten wir den Kaffee mit Croissants und Vanillestangen „servieren“, gespendet von einer privaten Organisation.
Das kam sehr gut an und ganz lieben Dank noch einmal den Spendern.
Der „Nachtisch“ bestand aus kleinen Tütchen mit gemischten Süßigkeiten, liebevoll verpackt von einer Teamkollegin.
Danke Miri!
Auch für uns ist es ein schönes Gefühl, wenn wir mal etwas Abwechslung im Einheitsrepertoire haben und die vielen Straßenmenschen, die wir an diesem Abend versorgen konnten, freuten sich auch sichtlich.
Sehr groß war auch die Begeisterung, als wir die beiden Zelte übergeben konnten.
In der letzten Woche hatten wir uns verpasst, aber nun hatten wir den Treffpunkt noch mal telefonisch abgesprochen und es klappte.
„Ich kann euch gar nicht sagen, wie froh ich jetzt bin. Tausend Dank an euch...die ganze Lichtschmiede.“
Zelte bieten Schutz vor der Witterung und schaffen ein bisschen Privatsphäre, einen eigenen kleinen Bereich.
Ein Dach über dem Kopf, ohne sich an die Regeln und Bedingungen der Notunterkünfte halten zu müssen.
Aber sie bieten leider kaum Schutz vor Diebstahl, Übergriffen und Konflikten.
Zudem können sie jederzeit von den Behörden geräumt werden, was wir schon oft erlebt haben.
Aber die beiden waren jetzt erst einmal richtig glücklich.
Ein angeblicher „Freund“ hatte sie für einige Zeit in seiner Wohnung aufgenommen und sie dann drangsaliert und ihre Not finanziell ausgenutzt.
Das war jetzt vorbei.
Neben den bekannten Plätzen fuhren wir auf dem Rückweg noch einige Stellen an, die ab und an mal als Schlafstellen genutzt werden.
Aber...nichts. Und ehrlich gesagt hätten wir auch fast nichts mehr verteilen können.
Kannen leer, noch ein versprengter Schokoriegel, ein paar Flaschen mit Kaltgetränken, ansonsten Leere in der „Essensabteilung“.
Wieder eine hilfreiche Tour.
Passt gut auf euch auf. Olaf und Monika vom Team Lichtschmiede e.V. – Hilfe, die ankommt.