Obdachlosen- und Bedürftigenhilfe
im Ennepe-Ruhr-Kreis, Hagen und Wuppertal

AKTUELLES

Wasserpaten gesucht

Der Sommer 2026 kommt mit großen Schritten – Wir suchen auch dieses Jahr wieder tolle Wasserpaten. Die letzten Tage hat uns der Mai schon mit tollen Hochsommerwetter überrascht...
…und wenn die Meteorologen recht behalten, dann wird es bereits ab Mitte Juni richtig warm und ein heißer Sommer steht uns wieder einmal bevor.
Viele von uns freuen sich natürlich über trockenes und warmes Wetter. Im eigenen Pool plantschen, den Garten genießen, Ausflüge machen und vielleicht auch in Urlaub fahren. Eine schöne heile Welt könnte man meinen.
Doch für die Menschen, die in den heißen Monaten keine eigene Wohnung, kein Dach über dem Kopf, kein Geld für Essen und lebenswichtige Getränke übrig haben, für diese Menschen ist diese Zeit teilweise noch härter als ein kalter Winter. Obdachlose sind in der Hitze besonders gefährdet, da sie kaum Zugang zu klimagerechten Unterkünften und Trinkwasser haben. Die fehlende Möglichkeit, sich vor der Hitze zu schützen, kann zu Dehydration, Sonnenbrand, Kreislaufzusammenbruch und sogar Hitzschlag führen. Auch durchgeschwitzte Kleidung erschwert die Heilung möglicher offener Wunden.
Die Lichtschmiede e. V. verteilt besonders im Sommer hunderte Flaschen an Wasser, Apfelschorle und auch Eistee und trägt dazu bei, dass diese Menschen mit Flüssigkeit versorgt werden.
Und jetzt kommst du oder kommen Sie als Firma ins Spiel: Da die Kosten für diese große Anzahl an Getränken eine enorme finanzielle Belastung für einen Verein unserer Größenordnung sind, suchen wir dich oder Sie als Wasserpaten 2026. Sie unterstützen uns mit dem regelmäßigen Kauf oder der Bereitstellung von Getränken oder wählen die Option durch zweckgebundene Geldspenden. Dies würde uns enorm weiterhelfen und sichert auch weiterhin unsere zuverlässige Hilfe in diesem wichtigen Ehrenamt. Lassen Sie uns gemeinsam etwas Gutes tun und eine erfolgreiche Zusammenarbeit eingehen.
Wie schon im Vorjahr werden die Straßenteams der Lichtschmiede e. V. auch wieder die beliebten Sommerrücksäcke mit auf ihren Touren verteilen, ausgestattet mit wichtigen Dingen, wie Sonnencreme, Insektenschutzspray, Kühltücher, Sonnencappies und vielen nützlichen Dingen mehr.
Also, lieber zukünftiger Getränke-Pate – fassen Sie sich ein Herz und unterstützen Sie uns auch im Sommer 2026. Die Menschen draußen auf der Straße werden es Ihnen danken.

Bitte nutzen Sie hierfür die hier aufgeführten Wege mit dem Verwendungszweck "Wasserpate".

Eine Bitte haben wir da noch: jeder Mensch sollte auch im warmen Sommer mit offenen Augen durch die Innenstädte laufen und auf obdachlose Menschen achten. Geht hin, sprecht sie an und fragt, ob ihr mit Getränken wie Wasser oder ähnlichem helfen dürft. Ihr werdet sehen, die Menschen werden euch freundlich und mit Dankbarkeit antworten.
Das Team der Lichtschmiede e. V. sagt "DANKE".
Folgt uns auf Facebook, Instagram und LinkedIn und liked unsere Beiträge. Somit helft ihr unsere Arbeit noch bekannter zu machen – lieben Dank!

 

Wer wir sind

Das Team der Lichtschmiede e. V. besteht ausschließlich aus ehrenamtlichen Mitgliedern.
Auch wenn die Lichtschmiede e. V. ein Gevelsberger Verein ist, sind wir doch ein bunter Mix aus den umliegenden Städten. Und das ist bei unserer Arbeit auf den Straßen ein wirklich unschätzbarer Vorteil. Denn egal, ob wir in Gevelsberg, Schwelm, Ennepetal, Witten, Wetter, Sprockhövel, Hattingen, Herdecke, Hagen oder Wuppertal unterwegs sind, nur so können wir sicherstellen, dass kein bedürftiger Mensch übersehen wird und alle möglichen Aufenthaltsorte von Obdachlosen aufgesucht werden.
Grundvoraussetzung für die Arbeit in unserem Straßenteam ist Empathie, mentale Stärke und die Fähigkeit, das was auf der Straße passiert, auch auf der Straße zu lassen.
Wir sind keine Einzelkämpfer, es ist die Arbeit als Team, die uns so stark macht und deshalb ist es so wichtig, dass man das Teamwork auch richtig leben kann.

 

Was wir konkret tun

Hilfe für einen Obdachlosen
Not einer bedürftigen Familie

Obdachlosigkeit bedeutet, sich jeden Tag dem Kampf ums Überleben zu stellen.
Wir – als ehrenamtliche Mitarbeiter von Lichtschmiede e. V. – haben zum großen Teil bereits Erfahrungen in der Straßenarbeit sammeln dürfen. Gemeinsam möchten wir im Ennepe–Ruhr–Kreis sowie seinem Umfeld – insbesondere Hagen und Wuppertal – die Obdachlosen über das ganze Jahr hinweg betreuen und ganz besonders in den bitterkalten Nächten des Winters zumindest ein wenig Linderung verschaffen. Schlafsäcke für Sommer oder Winter, Isomatten, Hygieneutensilien, etwas Warmes für das Bauchwohlbefinden – die Liste kann unendlich fortgeführt werden – sind erst einmal die wichtigsten Dinge, mit denen wir helfen, die harten Nächte erträglicher zu machen. Doch wir möchten einen Schritt weiter gehen: Obdachlose, die ihrer Ausweglosigkeit mit Unterstützung offizieller Stellen die Stirn bieten und herauswollen aus der existenzbedrohenden Situation, möchten wir begleiten. Hilfe anbieten in Form von Beschaffung der Kontaktdaten von Ansprechpartnern bei Behörden, Begleitung bei Amtsgängen, Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen, Suche einer Wohnung – und auch hier kann die Liste unendlich fortgeführt werden.
Hilfe, die ankommt!

Bedürftig zu sein - was heißt das überhaupt?
Für uns heißt es, dass es Familien und Alleinerziehende gibt, die mit ihrem Geld, das sie verdienen, nicht den Monat bestreiten können. Vielleicht reicht es soeben für die Grundbedürfnisse, kommt jedoch eine unvorhergesehene Ausgabe dazu, erleben viele Familien und Alleinerziehende bittere Not – häufig gepaart mit tiefer Scham. Lichtschmiede sieht hier im Ennepe–Ruhr–Kreis und auch in Hagen und Wuppertal nur die Not und bietet in schweren Situationen Hilfe an. Sei es ein Einkauf, um den Kühlschrank zu füllen, sei es ein Bett, weil das alte zusammengebrochen ist, sei es ein defektes Elektrogerät, ohne das ein Haushalt nicht funktioniert, oder einfach nur ein Geburtstagsgeschenk für die Kleinen, weil das Geld auch dazu nicht mehr reichen würde.
Alles, was gemacht werden muss, ist uns anrufen!
Hilfe, die ankommt!

 

Die Arbeit des Straßenteams

Tour in Herdecke und Hagen - Einsatzbericht vom 09.06.2026

Heute begleitete ich Olaf mal wieder auf eine Tour. Da ich kein Mitglied des Straßenteams bin, springe ich immer nur dann ein, wenn es nötig ist. So war das heute also meine dritte Tour und ich war sehr gespannt, was uns alles erwartete.
Es fing damit an, dass uns eine Meldung über eine vermutlich obdachlose Person in Herdecke erreichte und so war klar, wo unsere Fahrt beginnen würde. Doch zunächst hieß es, Auto packen, bis der Engel, der uns wieder Gebäck brachte, erschien.
Mit gut bestücktem Wagen ging es dann los, natürlich erst nach Herdecke. Wir mussten auch gar nicht lange suchen: auf einer regennassen Bank trafen wir auf eine einzelne Frau mit ihrem Gepäck, die uns zunächst misstrauisch entgegensah. Olaf erkannte die Dame sofort wieder, sie war eine Zeit lang auch in Gevelsberg unterwegs gewesen. Mit den Worten "Wir kennen uns doch" begrüßt, änderte sich der Gesichtsausdruck der Dame schlagartig und nach kurzem Gespräch wurde ich zum Auto geschickt, um das Wenige, das sie sich wünschte, zu holen, damit sie in Ruhe mit einem bekannten, wohlwollenden Menschen sprechen konnte. Da merkte ich, nicht zum ersten Mal, dass ein neues Gesicht nicht immer nur hilfreich ist, sondern dass es bei einigen Personen durchaus einige Hemmungen, sich frei zu äußern, hervorruft. Ist auch verständlich, schließlich konnte ich ihnen noch nicht beweisen, dass ich ebenfalls vertrauenswürdig bin.
Als wir sicher waren, dass wir alles uns Mögliche für sie getan hatten, fuhren wir weiter. Einige Abstecher zu verborgenen Plätzen führten uns zu einer Gruppe aus gleich drei Personen, die sich gut versteckt zurückgezogen hatten. Wir sprachen sie an und sofort kam einer von ihnen zu uns. Wir erklärten, wer wir waren, und fragten, ob wir irgendwie helfen könnten. Olaf zeigte die Box mit dem Gebäck und da strahlte sein Gesicht von einem Ohr zum anderen. Mit Wasser, einigen Terrinen und einigen Zimtschnecken beladen zog er zufrieden davon.
Schließlich erreichten wir Hagen, wo wir auf ein paar wenige Hilfsbedürfte am HBF trafen. Auch hier waren die Wünsche eher bescheiden und da es wirklich nur eine Handvoll Personen waren, hatten wir sie auch schnell versorgt. Wir drehten eine kurze Runde über den Bahnhofsvorplatz und den Busbahnhof, fanden aber weiter niemanden. Also ging die Fahrt weiter. An einer Bushaltestelle wurden wir wieder fündig. Wie schon zuvor waren die Menschen hier rasch versorgt, nur einer benötigte ein paar Schuhe und ein T-Shirt, was wir glücklicherweise in passender Größe dabeihatten. Weiter ging es, doch obwohl wir unsere Blicke in jeden Winkel wandern ließen, wir fanden niemanden weiter.
Einerseits war es gut zu wissen, dass es nicht mehr Menschen gab, die uns brauchten, andererseits fragten wir uns einigermaßen beunruhigt, wo denn alle Bedürftigen, die uns sonst so sehnsüchtig erwarteten, geblieben waren. Jede Person, die sich an einer Hauswand hingehockt hatte, löste sofort unsere Reflexe aus, anzuhalten, auszusteigen und nachzufragen. Und es passierte mehr als nur einmal, dass wir im letzten Moment erkannten, dass das junge Leute waren, die mit ihrem Handy beschäftigt waren und nur versucht hatten, eine bequeme Position einzunehmen, während sie auf Busse warteten oder ähnliches.
Gegen Mitternacht zurück am Lager teilten wir die Hoffnung, dass alle, die wir heute vermisst hatten, vielleicht in einer Notunterkunft oder bei Bekannten untergekommen waren. Das Erlebnis mit der Dame in Herdecke brachte es auf den Punkt: man ist immer hin- und her gerissen zwischen "Schön zu sehen, dass es dir gut geht" und "Wir hatten die Hoffnung, du hast den Absprung von der Straße geschafft".
Den Gedanken, dass es manche eben auch einfach nicht schaffen, versucht man zu verdrängen.
In diesem Sinne passt auf euch auf.
Olaf und Katja von Lichtschmiede e. V. - Hilfe die ankommt.

 

Unser Social Media Blog: